Die zahlreichen archäologischen Überreste, die über das gesamte Gemeindegebiet verteilt sind, zeigen, dass die erste Besiedelung auf prähistorische Zeit zurückdatiert. Aus der Zeit vor der Talaiotkultur (vor 1400 v. Chr.) sind die Grabstätten in den Höhlen von Son Reus und die Fundstätten von Pont de Cabrera erhalten. Aus der Zeit der Talaiotkultur (1400-123 v. Chr.) sind die Siedlungsreste von Sa Serra-Punxuat und die Talaiots (Festungs- und Wohntürme) von Sa Casa Nova de Pina und Son Coll erhalten, um hier einige Beispiele zu nennen.

Unter arabischer Herrschaft war die Gegend, über die sich das heutige Gemeindegebiet Algaidas erstreckt, Teil einer größeren administrativen Einheit mit dem Namem „Juz’ de Muntuy“. Dieses schloss die heutigen Gemeinden Algaida, Campos, Llucmajor, Montuïri, Santanyí und Ses Salines mit ein. Die muslimische Bevölkerung lebte zu der damaligen Zeit nicht in großen Zentren wie heutzutage, sonders siedelte in der Nähe von Höfen, genannt „Alquerias“ oder “Rafals”, die auf fruchtbarem Boden oder in der Nähe von Wasserstellen errichtet wurden. Diese Siedlungen wuchsen später zu den Dörfern Randa, Pina und Algaida an. Die Araber waren die Erbauer von hydraulischen Vorrichtungen zur Förderung von Wasser. Dies bezeugen die zahlreichen Brunnen, Becken und „Qanawats“ (arab. Kanäle) in dieser Gegend. Das beeindruckendste Beispiel hierfür ist der „Qanawat“ von Son Reus in Randa, der mit einer Länge von 299,8m der längste Mallorcas ist.

In Folge der Eroberung durch die Katalanen im Jahr 1229 wurden die Ländereien Algaidas dem König unterstellt und unter den Männern von Jaume I aufgeteilt. Einige Gebiete wurden dem Prinzen Pere de Portugal zugesprochen (Teile der „Alqueria“ von Punxuat). Andere den Templern (die Berge von Randa und die „Alqueria“ von Rufassa). Unmittelbar nach der Eroberung erbauten die christlichen Siedler die Kirche von Castellitx, erstmals 1249 schriftlich erwähnt, und damit eine der ersten Kirchen nach der Wiederansiedlung. Im Mittelalter war Castellitx ein Ort von zentraler Bedeutung. Die alten Wege, die die Regionen Es Pla und Llevant de Mallorca verbinden, führten an der Kirche vorbei. Bis in das 15. Jahrhundert war Castellitx der Name des heutigen Algaidas.

Gegen Ende des 13. Jahrhunderts begann die Bevölkerung, die bisher über ein großes Gebiet verteilt war, sich im Umkreis der großen Höfe zu konzentrieren. Die „Alqueria“ Algaida war der größte Sammelpunkt, Pina und Randa waren von geringerer Bedeutung. Im 14. Jahrhundert konsolidierte sich die Besiedelung um Algaida, wobei Castellitx bis zum Jahr 1410 das religiöse Zentrum blieb, als dieses Privileg der Kirche von Algaida übertragen wurde.

Ende des 16. Jahrhunderts betrug die Bevölkerungszahl von Algaida 1500 Einwohner. In dieser Zeit wurde die ganze Insel Mallorca von Turbulenzen erfasst: Pestepidemien, Hungersnöte und Dürren. Trotz dieser harten Bedingungen stieg die Bevölkerungszahl zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert und erreichte im 20. Jahrhundert ein Maximum von 4000 Einwohnern. Während dieser Zeit wurde die Pfarrkirche von Algaida in mehreren Etappen erbaut.

Die für das Gebiet in jeglicher Hinsicht weitreichendste Veränderung fand während des 19. und 20. Jahrhunderts statt. Die wichtigsten Ereignisse in dieser Zeit waren die Erbauung der Pfarrkirchen von Pina und Randa und die Gründung des Franziskanerordens der „Filles de la Misericòrdia“ in Pina im Jahre 1856. Außerdem die Gründung der neuen Kirche in Pina im Jahre 1858, die Gründung des Augustiner Nonnenkloster von “l’Empar” in Algaida 1878, die Gründung des Ordens der „Missioners dels Sagrats Cors de Jesús i Maria“ in der Kapelle von Sant Honorat 1890, die Gründung der Musik-Band von Algaida 1892, der Bau der öffentlichen Schulen und des Schlachthauses, die Erbauung der Stadtbibliothek 1932, der Bau der Kaserne der Guardia Civil, das Stadttheater und das Pfarrtheater 1935, die Vergabe des Literaturpreises von Castellitx 1968, die Gründung des C.E. Algaida und der Bau des „Es Porrassar“ Fußballplatzes 1971, die Rückgewinnung des „Cossiers“ durch ein örtliche Delegation des „Obra Cultural Balear“ 1972, die Herausgabe des Magazins “Es Saig“ 1980, die Gründung des Radiosenders „Titoieta“ 1987 und der Bau der „Casal Pere Capellà“ im Jahr 1995.

 
 
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