W3C

Die WAI Richtlinie (Web Accesibility Initiative), herausgegeben vom World Wide Web Konsortium, bildet die Grundlage für den barrierefreien Zugang zu Webinhalten. Diese Seite erfüllt die Ziele der Priorität 2 (AA) und wir sind bemüht, Priorität 3 (AAA) zu erfüllen.

Die Richtlinien der Web Content Accessibility Guidelines sind aus dem Mai 1999 und von ihrer mehr oder weniger strikten Anwendung hängt der Grad der Zugänglichkeit von Informationen auf Webseiten ab. Das W3C Konsortium äußert sich in diesem Zusammenhang folgendermaßen: „Wer nicht mit den Problemen der Zugänglichkeit, die im Zusammenhang mit der Gestaltung von Webseiten stehen, vertraut ist, muss sich klar machen, dass sich viele Nutzer in einem anderen Kontext befinden als er selbst“.

  • Sie sind möglicherweise nicht in der Lage zu sehen, zu hören, sich zu bewegen
  • Sie sind nicht in der Lage, Informationen leicht oder überhaupt zu verarbeiten
  • Sie können Probleme mit dem Lesen oder dem Verständnis von Texten haben
  • Sie könnten nicht in der Lage sein, eine Maus oder Tastatur zu bedienen
  • Sie haben vielleicht einen Bildschirm, der nur Text abbildet, einen kleinen Bildschirm oder eine langsame Internetverbindung
  • Sie können eventuell die Sprache, in der der Text verfasst ist, nicht fließend sprechen oder verstehen
  • Sie können sich in einer Situation befinden, in der die Augen, Ohren oder Hände beschäftigt oder behindert sind (z.B. beim Autofahren, Arbeit in einer lauten Umgebung…)
  • Sie können eine ältere Version des Browsers haben, einen völlig anderen Browser, einen Sprach- Browser oder ein völlig anderes Betriebssystem

Und weiter

„Diese Richtlinien erklären, wie Webinhalte für Personen mit Behinderung zugänglich gemacht werden. Sie richten sich an alle Entwickler von Webinhalten (Autoren von Webseiten und Webdesigner) und an die Entwickler von Tools zur Erstellung von Seiten. Das Hauptziel der Richtlinien ist die Erleichterung des Zugangs. Auf jeden Fall, wenn sie befolgt werden, machen sie den Zugang zum Web für Jeden einfacher, egal, welche Applikation verwendet wird (z.B. Desktop Browser, Sprachbrowser, Mobiltelefone, Autotelefone usw.) oder unter welchen Einschränkungen man arbeitet (z.B. laute Umgebung, zu schwach oder zu stark beleuchtete Räume, Hände sind nicht frei…). Diese Richtlinien helfen auch dabei, Informationen im Web schneller zu finden. Die Richtlinien hindern Entwickler nicht am Einsatz von Bildern, Videos usw. Im Gegenteil, sie erklären, wie man die Multimediainhalte einem größeren Kreis zugänglich macht.“

Aus diesem Grund haben wir einen Auszug aus den Regeln der WCAG zusammengestellt, die vom W3C empfohlen werden, um die Zugänglichkeit zu verbessern.

  1. Liefern Sie gleichwertige Alternaiven für visuellen und auditiven Inhalt.

    a. Liefern Sie einen gleichwertigen Text für alle nicht- textlichen Elemente.

    b. Liefern Sie redundante Links im Textformat für jede aktive Zone einer Sidemap des Servers.

    c. Liefern Sie eine auditive Beschreibung der wichtigsten Information der visuellen Spur einer Multimediapräsentation

    d. Synchronisieren Sie jede geschwindigkeitsabhängige Multimediapräsentation (Zum Beispiel einen Film oder eine Animation) mit gleichwertigen Alternativen (zum Beispiel Untertitel oder eine Beschreibung der visuellen Spur).

  2. Stützen Sie sich nicht ausschließlich auf Farbe

    a. Stellen Sie sicher, dass sämtliche durch Farben übermittelte Information auch ohne Farbe verfügbar ist, z. B. mittels Kontext oder Mark ups.

  3. Benutzen Sie Markups und Style Sheets, aber korrekt

    a. Wenn bereits ein geeignetes Mark up vorhanden ist, benutzen Sie Mark ups an Stelle von Bildern, um Information zu übermitteln.

    b. Schaffen Sie im Sinne der formalen Grammatiken gültige Dokumente.

    c. Benutzen Sie Style Sheets, um das Layout und die Präsentation zu kontrollieren.

    d. Benutzen Sie relative Einheiten an Stelle von absoluten beim spezifizieren der Werte, bei den Attributen der Sprach- Mark ups und den Werten der Style Sheets.

    e. Benutzen Sie Elemente einer Überschrift, um eine logische Struktur zu übermitteln und nutzen Sie diese gemäß der Spezifizierung.

    f. Verwenden Sie Mark ups für Listen und die Bestandteile der Liste korrekt.

    g. Nutzen Sie Mark ups für Zitate. Nutzen Sie keine Zitat-Mark ups für Formatierungseffekte wie Einrücken.

  4. Identifizieren Sie die Sprache

    a. Identifizieren Sie Änderungen der Sprache im Text eines Dokuments und jedem gleichwertigen Text.

  5. Schaffen Sie Tabellen, die sich korrekt transformieren lassen

    a. Identifizieren Sie in den Datentabellen Zeilen- und Spaltenüberschriften.

    b. Für Datentabellen, die zwei oder mehr logische Ebenen von Zeilen- oder Spaltenüberschriften haben, benutzen Sie Mark ups, um Daten- und Überschriftenzellen zuzuordnen.

    c. Benutzen Sie keine Tabellen für Mark ups, es sei denn die Tabelle macht Sinn, wenn sie linearisiert wird. Auf der anderen Seite, sollte die Tabelle keinen Sinn machen, schlagen Sie eine gleichwertige Alternative vor.

    d. Wenn eine Tabelle für Layout genutzt wird, nutzen sie keine strukturellen Mark ups, um einen visuellen Effekt des Formates zu erzielen.

  6. Versichern Sie sich, dass Texte, die neue Technologien enthalten, richtig transformiert werden

    a. Bauen Sie das Dokument so auf, dass es ohne Style Sheet gelesen werden kann. Wenn z. B. ein HTML-Dokument ohne ein Style Sheet dargestellt wird, muss es immer noch lesbar sein.

    b. Sorgen Sie dafür, dass die Entsprechungen eines dynamischen Inhaltes aktualisiert werden, wenn sich der dynamische Inhalt ändert.

    c. Stellen sie sicher, dass Seiten weiterhin nutzbar sind, wenn Skripts, Applets oder andere programmierte Objekte abgeschaltet sind oder nicht unterstützt werden. Sollte das nicht möglich sein, schlagen Sie gleichwertige Information einer alternativen und zugänglichen Seite vor.

    d. Stellen Sie für Skripts und Applets sicher, dass Eingabehandlungen unabhängig vom Eingabegerät sind.

    e. Stellen Sie sicher, dass dynamische Inhalte zugänglich sind oder schlagen Sie eine alternative Seite oder Präsentation vor.

  7. Sichern Sie dem Nutzer die Kontrolle über die Veränderungen der zeitabhängigen Inhalte zu

    a. Vermeiden Sie Flackern auf dem Bildschirm.

    b. Vermeiden Sie ein Blinken des Inhaltes.

    c. Vermeiden Sie Bewegungen auf den Seiten.

    d. Schaffen Sie keine Seiten, die sich automatisch, periodisch aktualisieren.

    e. Verwenden Sie keine Mark ups um die Seiten automatisch zu redigieren. Konfigurieren Sie den Server so, dass dieser dies ausführt.

  8. Stellen Sie den direkten Zugang eingebetteter Interfaces des Nutzers sicher

    a. Stellen Sie sicher, dass programmierte Elemente wie Skripts und Applets direkt zugänglich oder mit technischer Hilfe kompatibel sind.

  9. Designen Sie für die Unabhängigkeit vom Gerät

    a. Stellen Sie Imagemaps, die anstatt vom Server vom Nutzer kontrolliert werden, zur Verfügung.

    b. Stellen Sie sicher, dass jedes Element, das sein eigenes Interface hat, vom Gerät unabhängig bedient werden kann.

    c. Spezifizieren Sie in Skripten logische „Ergebnisverarbeiter“ statt geräteabhängige „Ergebnisverarbeiter“.

  10. Nutzen Sie Interimslösungen

    a. Lassen Sie nicht das plötzliche öffnen von neuen Fenstern zu und wechseln Sie nicht das aktuelle Fenster, ohne den User zu informieren.

    b. Versichern Sie sich, dass bei Formularen die Beschriftung korrekt positioniert ist. (Die Beschriftung muss unmittelbar zur Kontrolle in derselben Zeile vorangestellt werden.)

  11. Nutzen Sie Technologien und Richtlinien des W3C

    a. Nutzen Sie W3C Technologien, wenn sie verfügbar und sinnvoll für das Ziel sind und nutzen Sie die neuesten Versionen, die unterstützt werden.

    b. Vermeiden Sie von den Technologien der W3C nicht empfohlene Charakteristiken.

    c. Falls, nachdem alles versucht wurde, keine zugängliche Seite geschaffen werden kann, schlagen Sie einen Link zu einer alternativen Seite vor, die W3C Technologien verwendet. Sie sollte gleichwertige Informationen (oder Funktionalität) enthalten und genauso häufig aktualisiert werden wie die (originale) nicht zugängliche Seite.

  12. Stellen Sie Information über Kontext und Orientierung zur Verfügung

    a. Betiteln Sie jeden Frame, um Identifikation und Navigation zu vereinfachen.

    b. Beschreiben Sie den Zweck der Frames und wie diese sich untereinander verhalten, wenn dies nicht alleine aus den Titeln der Frames ersichtlich ist.

    c. Wenn möglich, teilen Sie lange Informationsblöcke in handlichere Gruppen auf.

    d. Ordnen Sie eindeutige Beschriftungen ihren Kontrollelementen zu (z.B. bei HTML nutzen Sie LABEL und sein Attribut “for”).

  13. Stellen Sie klare Mechanismen zur Navigation zur Verfügung

    a. Identifizieren Sie klar das Ziel von jedem Link

    b. Stellen Sie Metadaten zur Verfügung, um den Seiten semantische Information hinzuzufügen.

    c. Stellen Sie Information zum generellen Layout einer Seite zur Verfügung (z.B. eine Sitemap oder ein Inhaltsverzeichnis.

    d. Verwenden Sie Navigationsmechanismen in kohärenter Weise.

  14. Sorgen Sie dafür, dass Dokumente klar und einfach gestaltet sind

    a. Nutzen Sie eine klare, angemessene und einfache Sprache für den Inhalt einer Webseite.